
Jahač nad jahačima
Ein Roman über das Absurde, die Macht und den Untergang eines Mannes, der von Größenwahn besessen ist. In einer symbolischen, grotesken Welt enthüllt der Autor die Grausamkeit von Macht und Wahnsinn, in der Ehrgeiz und Angst die Grenze zwischen Mensch und
Der Roman Der Reiter der Reiter (erschienen 1966) zählt zu den bedeutendsten und komplexesten Werken von Miodrag Bulatović, einem Schriftsteller, der für seine grotesken Darstellungen und die Erforschung der dunklen Abgründe der menschlichen Psyche bekannt ist. Das Werk ist eine Allegorie auf Gewalt, pervertierte Moral und die Ausbreitung des Wahnsinns in Gesellschaften, die Macht vergöttern.
Die Handlung spielt in einem abgeschlossenen, symbolischen Raum, der einer totalitären Welt gleicht, in der der „Reiter“ erscheint – eine Machtfigur, besessen von ihrer eigenen Größe und Überlegenheit. Sein Aufstieg und Fall werden durch das Prisma fantastischer und grotesker Szenen geschildert, in denen die Realität ihre Konturen verliert und die Grenze zwischen Unterdrücker und Opfer verschwimmt.
Bulatović verwendet kraftvolle Metaphern, eine dichte Sprache und eine Mischung aus schwarzem Humor, Ironie und brutalem Realismus, um die Entmenschlichung und Zerstörungskraft der Macht, aber auch das innere Bedürfnis des Menschen nach Unterwerfung und Herrschaft darzustellen. Der Roman ist von einer Atmosphäre der Angst, Visionen und des Wahnsinns durchdrungen, was ihn in die Tradition Dostojewskis und Kafkas rückt, obwohl er die Poetik des südlichen Balkans bewahrt.
Im Zentrum von Reiter über Reiter steht nicht nur der Diktator, sondern auch die Masse, die ihn stützt und seine Macht nährt – Bulatović wirft damit die Frage nach Verantwortung, kollektiver Angst und moralischem Versagen auf. Aufgrund seiner Symbolik, seiner ästhetischen Kraft und seiner universellen Themen zählt der Roman zu den Meisterwerken der modernistischen und existentialistischen Prosa der ehemaligen jugoslawischen Literatur.
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