
Kardinal Alojzije Stepinac
Ein biografisch-dokumentarisches Werk über Kardinal Alojzije Stepinac, sein Wirken während des Krieges, seinen Einsatz für Menschenrechte und Religionsfreiheit sowie seine Verfolgung unter dem kommunistischen Regime.
Das Buch Kardinal Alojzije Stepinac – ursprünglich unter dem Titel Le cardinal Stepinac, martyr des droits de l’homme (Paris, 1981) auf Französisch erschienen – stammt aus der Feder des Jesuiten Vladimir Horvat, der unter dem Pseudonym M. Landercy schrieb. Es stellt eine biografische, historische und dokumentarische Darstellung des Lebens des Zagreber Erzbischofs Kardinal Alojzije Stepinac dar, wobei der Schwerpunkt auf seinem Einsatz für Menschenrechte, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit liegt.
Der Autor zeichnet Stepinacs Lebensweg, seine priesterliche Berufung, sein Wirken als Erzbischof sowie sein Handeln inmitten der komplexen politischen Umstände des Zweiten Weltkriegs nach. Der Text beleuchtet sein Verhältnis zu den Behörden des Unabhängigen Staates Kroatien, seinen Einsatz für Verfolgte sowie seine öffentlichen Stellungnahmen gegen rassistische und nationale Diskriminierung. Besonderes Augenmerk gilt seinem Konflikt mit den jugoslawischen kommunistischen Machthabern, dem Prozess gegen ihn im Jahr 1946, seiner Inhaftierung und seinem erzwungenen Aufenthalt in Krašić.
Das Werk zielt darauf ab, die offiziellen Vorwürfe gegen Stepinac zu entkräften und seine Rolle der internationalen Öffentlichkeit anhand von Dokumenten, Zeugenaussagen und einer Analyse der historischen Gegebenheiten näherzubringen. Stepinac wird als Symbol moralischer Standhaftigkeit und des Widerstands gegen totalitäre Unterdrückung gezeichnet. Das Buch ist von Bedeutung für die Erforschung des Verhältnisses zwischen der Katholischen Kirche und staatlichen Instanzen im 20. Jahrhundert und dient zugleich als Beispiel für apologetische Literatur, die das Leben Stepinacs aus einer dezidiert befürwortenden Perspektive interpretiert.
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