
Kalista
Callista (1855) ist ein historischer Roman, der im Nordafrika des 3. Jahrhunderts spielt und die junge Griechin Callista, eine talentierte Bildhauerin heidnischer Statuen, begleitet, die während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius mit der Wahrheit
John Henry Newman (1801–1890), ein englischer Theologe, Schriftsteller und späterer Kardinal, schrieb den Roman Callista im Jahr 1855, wenige Jahre nach seiner Konversion zum Katholizismus. Das Werk ist ein historischer Roman, der in der nordafrikanischen römischen Provinz (dem heutigen Tunesien) während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (um 250 n. Chr.) spielt.
Die Hauptfigur ist Callista, eine junge, schöne und begabte Griechin, die in einer Werkstatt mit ihrem Bruder Aristos Statuen heidnischer Götter anfertigt. Trotz ihres äußeren Erfolgs ist sie zutiefst unzufrieden und innerlich leer. Der junge Christ Agelius tritt in ihr Leben, verliebt sich in sie, ist aber hin- und hergerissen zwischen Glauben und familiären Bindungen. Eine wichtige Rolle spielt auch der heilige Cyprian, Bischof von Karthago (hier unter dem Namen Cecilius dargestellt), der ihr geistlicher Begleiter wird.
Der Roman ist in erster Linie eine Geschichte der Bekehrung. Durch Callistas Suche nach der Wahrheit schildert Newman den Konflikt zwischen der heidnischen und der christlichen Welt, den Verfall der römischen Gesellschaft und die tiefe Anziehungskraft des christlichen Glaubens. Das Werk ist reich an historischen Details, Beschreibungen des Lebens in der römischen Provinz, heidnischer Rituale, Verfolgungen und des Alltags der christlichen Gemeinde.
Der Stil ist klassisch, erhaben und bisweilen belehrend – typisch für Newman. Der Roman ist nicht nur ein Abenteuer, sondern eine tiefgründige Verteidigung des Christentums, die zeigt, wie der Glaube Sinn verleiht, wo die heidnische Kultur versagt.
Newman selbst bezeichnete das Buch als „einfache Fiktion von Anfang bis Ende“, doch es basiert eindeutig auf seiner profunden Kenntnis der Geschichte des frühen Christentums. Heute gilt es als bedeutendes Werk der viktorianischen Literatur und als wichtiges Beispiel für Newmans literarisches Talent.
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