
Kapetanova kći
„Die Hauptmannstochter“ ist ein historischer Roman des russischen Schriftstellers Alexander Puschkin. Er erschien erstmals 1836 in der vierten Ausgabe der Literaturzeitschrift „Sowremennik“. Der Roman ist eine romantisierte Darstellung des Pugatschow-Aufs
Die Hauptmannstochter (1836) ist ein historischer Roman und eines der bedeutendsten Prosawerke des großen russischen Schriftstellers Alexander Sergejewitsch Puschkin. Die Geschichte spielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, während eines Bauernaufstands unter der Führung von Jemeljan Pugatschow, der sich fälschlicherweise als Zar Peter III. ausgab. Im Mittelpunkt steht der junge Adlige Pjotr Grinew, der von seinem Vater in die abgelegene Festung Belogorsk versetzt wird, wo er sich in Maria Iwanowna, die Tochter des Festungskommandanten, verliebt.
Ihr friedliches Leben wird durch den Einmarsch der Aufständischen und den Fall der Festung jäh unterbrochen. Grinew entgeht der Hinrichtung dank einer edlen Geste aus der Vergangenheit: Er hatte einst einem unbekannten Wanderer seinen Kaninchenfellmantel geschenkt, der sich später als Pugatschow entpuppt. Mitten im Sturm des Bürgerkriegs bleibt Grinev seinem Offizierseid und seiner Liebe zu Maria treu, während er sich seinem verräterischen Rivalen Schwabrin entgegenstellt, der zu den Rebellen überläuft.
„Die Hauptmannstochter“, geschrieben in Form einer Familienchronik und Memoiren, verknüpft meisterhaft ein persönliches Liebesdrama mit den Wirren der Geschichte. Puschkins schlichter und eleganter Stil erkundet Themen wie Ehre, Loyalität, Barmherzigkeit und Menschlichkeit in Zeiten ideologischen Wahnsinns und Gewalt.
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