
Manifest komunističke partije
Marx und Engels untersuchen Klassenkampf, Kapitalismus und die Rolle der Arbeiterschaft und verbinden Gesellschaftskritik mit einem Programm revolutionärer Veränderung.
Das erstmals 1848 veröffentlichte Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx und Friedrich Engels gehört zu den einflussreichsten politischen Schriften der Moderne. Als Programmschrift des Bundes der Kommunisten verbindet es eine Deutung der Geschichte durch Klassenkämpfe mit dem Aufruf zur Organisation der Arbeiterschaft.
Der erste Teil beschreibt den Aufstieg der Bourgeoisie, die Industrialisierung und die Entstehung des Weltmarktes. Kapitalismus erscheint als umwälzende Kraft, die Produktion und Gesellschaft verändert, zugleich aber Krisen und den Gegensatz zwischen Kapitalbesitzern und Proletariat hervorbringt.
Anschließend behandeln die Autoren das Verhältnis der Kommunisten zur Arbeiterbewegung sowie Eigentum, Staat, Familie und Nation. Die Aufhebung des bürgerlichen Privateigentums wird mit der Veränderung der Produktionsverhältnisse und der Überwindung der Klassengesellschaft verknüpft. Ein weiterer Abschnitt kritisiert konkurrierende sozialistische Strömungen.
Zum Schluss werden oppositionelle Bewegungen und die internationale Solidarität der Arbeiter erörtert. Die Ausgabe von 1957 erschließt einen knappen, polemischen Text, der Gesellschaftsanalyse und politische Mobilisierung verbindet und für die Geschichte des Marxismus zentral ist.
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