
Ratni dnevnici 1939 - 1945.
Im Jahr 2013 wurden in der Wohnung von Astrid Lindgren (1907–2002), einer der berühmtesten Kinderbuchautorinnen der Welt und Autorin von Pippi Langstrumpf, 17 bedruckte Notizbücher voller Zeitungsausschnitte und Briefe in einem Wäschekorb aus Weide gefund
Dies waren die Tagebücher, die Astrid von 1939 bis 1945 führte. Die damals 32-jährige Mutter zweier Kinder hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Ereignisse jener schwierigen Kriegsjahre detailliert festzuhalten und zu verstehen, was in der Welt vor sich ging. Astrid wusste jedoch mehr über den Krieg als die meisten Menschen jener Zeit, da sie in der staatlichen Postzensur arbeitete – eine geheime Tätigkeit, über die sie weder sprechen noch die gewonnenen Informationen preisgeben durfte. Diese Arbeit war offensichtlich nicht ungefährlich, doch das hielt Astrid nicht davon ab, die Informationen in ihren Tagebüchern zu kommentieren. Neben Zeitungsausschnitten und Fotos gab es so viel zusätzliches Material, dass schließlich nur ein kleiner Teil in das Buch aufgenommen wurde. Das Buch ist ein authentisches Zeitdokument, das detailliert den Alltag der schwedischen (Mittelklasse-)Bevölkerung, das Leben im neutralen Schweden während des Krieges in der übrigen Welt und die Dankbarkeit der Menschen darüber schildert, von den Schrecken verschont geblieben zu sein, über die in Zeitungen und Radio ausführlich berichtet wurde. Die Tagebücher gewährten auch Einblicke in das Privatleben und die Anfänge der Karriere der großen Schriftstellerin. Sie enthüllten jedoch bald, dass Schweden seine Rolle im Zweiten Weltkrieg noch nicht vollständig aufgearbeitet hatte und sich weigerte, die damaligen Regierungsentscheidungen und die eigene Neutralität infrage zu stellen. Die Tagebücher widerlegten einige Mythen, die manchen Schweden lieb und teuer waren, beispielsweise die Annahme, Schweden habe erst nach Kriegsende von der Existenz von Konzentrationslagern erfahren. Astrids Tagebücher belegen hingegen eindeutig, dass die Zeitungen bereits Anfang 1942 darüber berichtet hatten und die Menschen von Anfang an darüber sprachen (sie fand Beweise in den von ihr zensierten Briefen). Ihre Tagebucheinträge zeugen von ihrer großen Menschlichkeit und ihrem Einfühlungsvermögen. Sie zeigt Verständnis für den Hass der Flüchtlinge auf ihre Gastgeber und für junge Menschen, die aus Patriotismus zu Zerstörung neigen. Sie sympathisiert mit den Soldaten beider Seiten des Konflikts, mit den Müttern der gefallenen Soldaten, sie betrauert den Verlust so vieler Menschenleben und kann nur schwer akzeptieren, dass die Menschheit nach dem blutigen Ersten Weltkrieg nichts gelernt hat.
Jedan primerak je u ponudi





