
Liga ribara
Der Roman „Die Liga der Fischer“ vereint all das, was uns an Marija Andrijašević so fasziniert: komplexe Charaktere, eine flexible und prachtvolle Sprache, überzeugende Dialoge und Geschichten, die mit subtilem Humor fesseln.
Als Tin Ujević die Gründung der „Selbsthilfeliga“ für Schriftstellerkollegen vorschlug, ahnte er wohl kaum, dass er fast hundert Jahre später Marija Andrijašević und ihre Helden und Heldinnen aus der Kurzgeschichtensammlung „Die Fischerliga“ in den Worten seines Essays fangen würde. Verstreut auf der Halbinsel Split und einer kleinen Insel, die ein imaginärer, vor Split gelegener Archipel der Chakavischen Inseln sein könnte, leben sie ein typisches Leben als einheimische Fischer. Sie werfen Haken, Leinen und Langleinen aus und besitzen sehr gute Ruten, doch wenn sie den Köder auswerfen, wissen sie, dass nicht nur Schönes daran hängen bleibt. Vielmehr geht es um das Leben in seiner ganzen Fülle, denn ihr Angelplatz ist in den Boden gegraben, und der Fang hängt davon ab, was bei Vollmond in die Bucht schwimmt. Das sind Helden und Heldinnen, die Kipling besser übersetzen als Andrić, ohne dabei Geld verdienen zu wollen; Mädchen, die Fotos machen, um die Teenager-Angst zu überstehen; Bibliothekarinnen, die besser schreiben als Schriftsteller; Singer-Songwriter, die die größten Hits über eine Lüge komponieren; Liebende, die sich in einem Ferienort selbst entdecken; Jungen, die uns immer noch überraschen und enttäuschen können.
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