
Kopile Istanbula
Shafak schildert sorgfältig die verschiedenen Nuancen der türkischen Verteidigungshaltung, geht aber auch auf die Verantwortung ein, die wir für die Verbrechen unserer Väter tragen, insbesondere wenn die Wunde die Täter überdauert.
In Istanbul, in der Familie Kazanci, wo – bedingt durch die seltsame Fügung des Schicksals – die Frauen das Sagen haben, wächst Asya heran, ein junges Mädchen, das sich selbst als Nihilistin bezeichnet und von Johnny Cash und französischen Existenzialisten fasziniert ist. Auf der anderen Seite der Welt, in San Francisco, lebt Armanoush, eine neunzehnjährige Amerikanerin armenischer Herkunft, die mit dem Gefühl der Unvollständigkeit ihrer Identität ringt. Um das fehlende Puzzleteil zu finden, beschließt sie, heimlich nach Istanbul zu reisen … „Die Bastarde von Istanbul“ ist ein beeindruckender, humorvoller und dramatischer Roman über zwei Völker, das türkische und das armenische, und zwei Familien, die durch eine dunkle Vergangenheit stärker miteinander verbunden sind, als sie ahnen. Es ist ein Roman über Erinnerung und Vergessen, über Vergangenheit und Gegenwart, in dem Tradition und Moderne ineinanderfließen. Elif Shafak hat eine unvergessliche Geschichte über die Stadt Istanbul und ihre Bewohner, über ihre Farben, Gerüche und Geschmäcker, aber auch über das Geheimnis, das sie birgt, gewoben. Ein kühnes, ambitioniertes Buch … Shafak nutzt die vertraute Form der Diaspora-Familiensaga wie einen schützenden Handschuh, um die Nachwirkungen der armenischen Katastrophe einzufangen. Ihr Roman präsentiert die notwendigen lebendigen weiblichen Charaktere, akribisch beschriebene Mahlzeiten, Fragmente von Volkssagen …
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