Dizanje prošlosti u vazduh: Ogledi o Balkanu i Istočnoj Evropi

Dizanje prošlosti u vazduh: Ogledi o Balkanu i Istočnoj Evropi

Marija Todorova

Eine Aufsatzsammlung der bulgarischen Historikerin Maria Todorova (bekannt für „Imaginary Balkans“), speziell für die Bibliothek des 20. Jahrhunderts zusammengestellt. Unverzichtbar für das Verständnis postkommunistischer Transformationsprozesse, der Erin

Der Titel stammt aus dem zentralen Essay über den Abriss des Georgi-Dimitrow-Mausoleums in Sofia 1999 – ein symbolisches „Sprengen der Vergangenheit“ als Akt der Auslöschung des kommunistischen Erbes.

Das Buch enthält acht Essays (sowie ein Vorwort), die den Balkan und Osteuropa vergleichend durch das Prisma von Erinnerung, Identität und der Politik der Vergangenheit beleuchten:

– Das Sprengen der Vergangenheit – eine Analyse des Abrisses des Mausoleums als lieu de mémoire (Ort der Erinnerung nach Pierre Nora): ein ambivalenter Akt – Befreiung von einem totalitären Symbol, aber auch gewaltsame Auslöschung eines Teils der Geschichte, mit Reflexionen über Übergang und Nostalgie.

– Die Falle der Rückständigkeit – eine Kritik des Stereotyps der Balkan-„Rückständigkeit“ im Verhältnis zu Europa; zeigt, dass der Balkan-Nationalismus im 19. Jahrhundert emanzipatorisch und nicht defensiv war.

– Hat der russische Orientalismus eine russische Seele? – Eine Streitschrift zum Orientalismus im russischen Kontext (N. Knight vs. A. Khalid).

– Gab es im Sozialismus Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit? – Todorova widerlegt die Behauptung ihrer Nichtexistenz im „realen Sozialismus“ und hebt die subtilen Formen der Öffentlichkeit hervor.

– Weitere Essays: zur postsozialistischen Nostalgie, zur Erinnerung an den Kommunismus, zu Balkan-Stereotypen und zu vergleichenden Themen (z. B. Übergangseliten, Mythen der Vergangenheit).

Todorova schreibt in einem klaren, zwischen akademischem und essayistischem Stil angesiedelten Stil. Sie kritisiert nationalistische Vereinfachungen, Revisionismus und oberflächliche westliche Bilder des Balkans. Das Buch betont, dass die Vergangenheit nicht einfach „ausgelöscht“ werden kann – sie wird neu interpretiert, und gewaltsame Auslöschung schafft oft neue Mythen.

Übersetzung
Slobodanka Glišić
Editor
Ivan Čolović
Titelseite
Ivan Mesner
Maße
17 x 12 cm
Seitenzahl
236
Verlag
Biblioteka XX vek, Beograd, 2010.
 
Latein Schrift. Taschenbuch.
Sprache: Serbisch.

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