
Žrtva lihvara
Svatopluk Čechs Novelle schildert den Konflikt zwischen dem friedliebenden und ehrlichen Verwalter von Hrdlička und dem skrupellosen Wucherer Jestřáb. Die Geschichte ist eine scharfe Gesellschaftskritik an Wucher, Ausbeutung und dem Niedergang des einfach
Svatopluk Čech (1846–1908), einer der bedeutendsten tschechischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bekannt für sein soziales Engagement und seine Satire, schrieb die Novelle Das Opfer des Geldverleihers (1876).
Das Werk ist ein scharfsinniger, sozialkritischer Roman, der den Konflikt zwischen zwei gegensätzlichen Charakteren und zwei Welten aufzeigt. Die Hauptfigur ist Hrdlička, ein ruhiger, ehrlicher und etwas schwacher Verwalter des Guts auf dem alten Schloss. Nach dem Tod des Besitzers ist er schutzlos und gerät in die Schuldenfalle des skrupellosen Wucherers Jestřáb (Jestřáb = Falke). Der Wucherer beutet ihn systematisch aus, nimmt ihm sein Eigentum, zerstört den Familienfrieden und treibt ihn in den Ruin.
Čech stellt Hrdličkas Güte, Naivität und Passivität meisterhaft Jestřábs kalter Berechnung, Gier und Herzlosigkeit gegenüber. Die Novelle ist eine scharfe Kritik am Wucher als sozialer Geißel, an der kapitalistischen Ausbeutung und am Niedergang des ländlichen und kleinbürgerlichen Milieus im Zeitalter des österreichisch-ungarischen Kapitalismus. Der Autor zeigt, wie Geld und Macht Moral, Familie und Menschenwürde zerstören.
Der Stil ist realistisch mit Elementen von Satire und Humor, typisch für Čech. Das Werk ist relativ kurz, dynamisch und gut lesbar und verfolgt eine klare These: die Verteidigung eines kleinen, ehrlichen Mannes gegen das räuberische Kapital. In der tschechischen Literatur gilt es als eines der frühen sozial engagierten Prosawerke von Svatopluk Čech, der ansonsten vor allem für seine Epen (Slávie, Lešetínský kovář) bekannt war.
Im kroatischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts waren solche Ausgaben (populäre Ausgaben wie die von Dujak) für ein breiteres Publikum bestimmt und dienten dazu, das soziale Bewusstsein und den Realismus unter den Lesern zu verbreiten. Das Buch ist heute eine antiquarische Rarität.
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