
Zašto smo u Vijetnamu?
Der Roman begleitet D. J., den Sohn eines wohlhabenden texanischen Industriellen, und seinen Freund Tex Hyde auf einer Jagdreise nach Alaska und enthüllt durch ihre Reise Amerikas Besessenheit von Gewalt, Macht und Krieg.
Norman Mailers Roman Warum sind wir in Vietnam? erzählt die Geschichte von D.J., einem jungen Amerikaner aus einer wohlhabenden texanischen Familie, und seinem Vater Randy, die gemeinsam eine Jagdreise in die Wildnis Alaskas unternehmen. Vordergründig ist es eine abenteuerliche Reise und die Vorbereitung auf die Bärenjagd, doch unter der Oberfläche entpuppt sich der Roman als schonungslose Kritik an der amerikanischen Gesellschaft, ihrer Gewalt und ihrem Wertesystem.
Während der Reise beobachtet D.J. die Welt der Erwachsenen, insbesondere den Vater, der Macht, Reichtum, Autorität und aggressive Männlichkeit verkörpert. Die Jagd wird zum Symbol für Dominanz und das Bedürfnis, sich zu beweisen, und die Beziehung zwischen Vater und Sohn offenbart Spannungen, Ängste und unausgesprochene Konflikte. Durch ihre Gespräche und inneren Monologe zeigt der Autor, wie ein junger Mann in einer Gesellschaft aufwächst, die von Krieg, Rassismus, Konsumkultur und dem Druck, fremde Werte zu übernehmen, geprägt ist.
Der Roman ist in einem experimentellen Stil verfasst, mit raschen Perspektivwechseln, Gewaltdarstellungen, Ironie und einer provokanten Sprache. Obwohl die Handlung nicht direkt in Vietnam spielt, kreist das gesamte Werk um die im Titel aufgeworfene Frage: Wie konnte die amerikanische Gesellschaft den Krieg akzeptieren und rechtfertigen?
Mailer interessiert sich nicht nur für die politische Reaktion, sondern auch für die tieferliegenden Ursachen des Krieges: menschliche Aggression, Machtstreben und den Verlust moralischer Werte. Der Roman ist eine eindringliche Kritik an einer Gesellschaft, die ihre eigene Gewalt hinter den Idealen von Freiheit und Patriotismus verbirgt.
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