
U klancu
Der Roman schildert das tragische Schicksal von Francka, einer Mutter, die – unter harter Arbeit und großen Opfern in einer von Armut geprägten Schlucht – vergeblich um eine bessere Zukunft für ihre Kinder ringt und dabei den sozialen Abstieg sowie die Pe
In der Schlucht (Na klancu, 1902) ist eines der bedeutendsten Werke des slowenischen Schriftstellers Ivan Cankar und ein Paradebeispiel der slowenischen Moderne. Der Roman erzählt eine erschütternde Geschichte von Armut, sozialer Ungerechtigkeit und unerschütterlicher Mutterliebe. Die Handlung spielt am verarmten Stadtrand – in der „Schlucht“ – und konzentriert sich auf das Leben von Francka, einer widerstandsfähigen und charakterstarken Frau. Ihr Leben ist geprägt von Rückschlägen, Leid und einem unaufhörlichen Kampf um das Überleben ihrer Familie, nachdem ihr Mann, der Schneider Lojze, sie im Elend zurückgelassen hat. In der Figur der Francka schafft Cankar ein universelles Symbol für das Leid, das das slowenische Volk und die Arbeiterklasse zu Beginn des 20. Jahrhunderts ertragen mussten. Sie setzt all ihre Hoffnungen in ihren Sohn Lojzek; sie glaubt, dass Bildung es ihm ermöglichen wird, die Fesseln der Schlucht zu sprengen und sich ein besseres Leben aufzubauen. Die tragische Erkenntnis des Romans liegt jedoch darin, dass die Schlucht mehr als nur ein physischer Ort ist: Sie ist eine symbolische Falle und ein Teufelskreis, aus dem ein Entkommen außerordentlich schwerfällt. Neben einer starken sozialen Botschaft verbindet Cankar naturalistische Schilderungen des Elends mit symbolischen und psychologischen Elementen und zeichnet so ein ergreifendes, düsteres Bild von unaufhörlichen menschlichen Opfern und unerfüllten Träumen.
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- Spuren von Patina





