Novac

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Émile Zola

Der Film „Money“ schildert Aufstieg und Fall des Finanzspekulanten Aristide Saccard, dessen maßloser Ehrgeiz, Gier und Manipulation zu einem spektakulären Bankenzusammenbruch führen und die fatale Macht des Kapitals über die Menschen offenbaren.

Geld ist einer von Zolas Schlüsselromanen aus dem Rugon-Macquart-Zyklus und widmet sich der Kritik am modernen Kapitalismus und der Finanzspekulation. Im Zentrum steht Aristide Saccard, ein unerbittlicher, charismatischer und moralisch skrupelloser Unternehmer, der nach früheren Misserfolgen mit einem neuen Plan nach Paris zurückkehrt. Er gründet die „Universalbank“, konzipiert als gigantisches Finanzmonster, das Kolonialprojekte, Verkehrsnetze und staatliche Investitionen miteinander verknüpfen soll. Dank seiner Überzeugungskraft und seines Manipulationsgeschicks schart Saccard Investoren, Politiker, Träumer und Abenteurer um sich und erzeugt eine Atmosphäre trügerischen Fortschritts und maßloser Euphorie.

Zola schildert detailliert die Mechanismen des Finanzfiebers: künstlich aufgeblähte Aktienkurse, Verschleierung von Verlusten, Korruption und die Verflechtung von Kapital und Politik. Im Hintergrund verflechten sich menschliche Schicksale – von armen Kleinanlegern, die ihre gesamten Ersparnisse in die Bank investieren, bis hin zu ehrgeizigen Beamten und Opportunisten, die ihren Anteil am Kuchen sichern wollen. Saccards Gegenfigur zu Tul, der idealistische Finanzier Gundermann, verkörpert die vorsichtigere und rationalere Seite des Kapitals und bildet so einen moralischen und intellektuellen Kontrast zum Protagonisten.

Als sich die Illusionen häufen und die Finanzstruktur zu bröckeln beginnt, wandelt sich der Roman zur Chronik eines unaufhaltsamen Zusammenbruchs. Ganz im naturalistischen Sinne legt Zola die Psychologie der Gier offen, zeigt, wie das System selbst Laster fördert und wie der Bankrott nicht nur die Mächtigen, sondern auch Tausende von Unbekannten trifft.

„Geld“ ist zugleich eine Gesellschaftsanalyse, ein psychologisches Drama und eine Warnung vor der zerstörerischen Natur ungezügelten Kapitals – und seine Relevanz ist bis heute ungebrochen.

Titel des Originals
L'argent
Übersetzung
V. Tecilazić
Maße
17 x 12 cm
Seitenzahl
556
Verlag
Kultura, Zagreb, 1952.
 
Latein Schrift. Hardcover.
Sprache: Kroatisch.

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