
Članci i polemike 1: Ratne teme
Eine Sammlung von Krležas journalistischen Texten, Kommentaren und Analysen, die während und unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg entstanden sind und für das Verständnis seiner intellektuellen Entwicklung sowie seiner späteren Werke von Bedeutung sind.
Artikel und Kontroversen 1: Kriegsthemen ist der erste Band einer fünfbändigen Sammlung von Krležas publizistischen Werken. Er enthält Texte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit, in denen Krleža als Militärkommentator, Analyst und Polemiker auftritt.
Das Buch umfasst Berichte von verschiedenen Schlachtfeldern (Westfront, Italienische Front, Ostfront), Kommentare zu wichtigen Schlachten (Verdun, Somma, Piave, Brussilow-Offensive), strategische Analysen sowie weiterführende politische und soziale Betrachtungen zum Krieg. Krleža folgt den offiziellen Berichten der Kriegsparteien, entmystifiziert und kritisiert sie jedoch systematisch. Er sieht den Krieg als ein imperialistisches Massaker, in dem der einfache Mann, insbesondere ein kroatischer und südslawischer Soldat, für die Interessen anderer leidet.
Bereits in diesen frühen Texten zeigen sich seine außergewöhnliche Gelehrsamkeit, sein präziser und ironischer Stil sowie seine Fähigkeit, militärische Themen in eine tiefgründige Kritik an Gesellschaft, Nationalismus und der Sinnlosigkeit des Krieges zu verwandeln. Hier sind die Anfänge jener Haltungen deutlich erkennbar, die er später in Der kroatische Gott Mars, in seinen Theaterstücken und Romanen weiterentwickeln sollte – ein starker Antimilitarismus, Abscheu vor imperialer Politik und Misstrauen gegenüber offiziellen Darstellungen.
Die Texte sind stilistisch dynamisch, polemisch und scharfsinnig. Krleža scheut sich nicht vor heftigen Urteilen über politische Eliten, Militärführer und Medienpropaganda. Die Sammlung dokumentiert seinen Übergang von seinen ersten Kriegserfahrungen zu revolutionären und linken Ideen.
Die Texte zu Kriegsthemen sind unerlässlich für das Verständnis von Krležas Biografie und intellektueller Entwicklung. Sie zeigen, wie aus seinen persönlichen Kriegserfahrungen (er wurde mobilisiert) eine der stärksten Antikriegsstimmen der südslawischen Literatur des 20. Jahrhunderts hervorging. Obwohl seine Werke weniger bekannt sind als seine Romane, offenbaren diese Seiten Krleža als einen scharfsinnigen Historiker und leidenschaftlichen Polemiker, der den Krieg in erster Linie als eine moralische und menschliche Katastrophe betrachtet.
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