
Ljubomorni Estremadurac
„Der eifersüchtige Extremaduraner“ ist eine düstere, psychologische Erzählung über die zerstörerische Macht der Eifersucht. Der Roman ist eine Satire auf Besitzgier, die Angst vor der Freiheit der Frauen und die Illusion, Glück könne „eingesperrt“ werden.
Filipo de Carrizales, ein wohlhabender älterer Mann aus der Extremadura, verschwendet in seiner Jugend sein Vermögen in Spanien, flieht in die Neue Welt (Peru), wo er innerhalb von 20 Jahren ein Vermögen erwirtschaftet, und kehrt mit 68 Jahren als „Indianer“ nach Sevilla zurück. Geplagt von der Angst vor Untreue (aufgrund seiner eigenen Vergangenheit und seines hohen Alters), beschließt er zu heiraten – jedoch nur eine Jungfrau, die er vollständig kontrollieren kann.
Er findet die 13-jährige Leonora, ein armes, schönes und unschuldiges Mädchen aus adliger Familie. Nach der Heirat lässt er ein festungsartiges Haus ohne Fenster zur Straße errichten, mit hohen Mauern und einer einzigen Tür, die von einem schwarzen Sklaven (Eunuchen) namens Loaysa bewacht wird. Er sperrt seine junge Frau mit Mägden und alten Frauen in ein Haus ein, verbietet ihr, hinauszugehen, mit Männern zu sprechen und sogar aus dem Fenster zu schauen – alles, um jeglichen Betrug zu verhindern.
Doch das Schicksal meint es anders: Der junge Musiker und Dieb Loaysa (kein Eunuch, sondern ein Straßenhändler) dringt ins Haus ein, verführt die Dienstmädchen und Leonora. In einer Nacht voller Orgie und Tanz dringt Loaysa in Leonoras Zimmer ein. Sie weist ihn zurück, doch Carrizales ertappt sie in einer kompromittierenden Situation (obwohl es noch nicht zu einem Ehebruch gekommen ist). Der alte Mann, von Eifersucht und Scham gequält, stirbt an einem Herzinfarkt.
Auf dem Sterbebett vergibt er Leonora (die im Herzen unschuldig bleibt), doch sie, von Schuld und Trauer überwältigt, stirbt wenige Tage später in einem Kloster.
Angeboten wird ein Exemplar
- Spuren von Patina





