
Gullo Gullo
Gullo Gullo ist ein grotesk eindringlicher Roman über den moralischen und spirituellen Verfall eines Menschen. In einer Welt voller Gewalt, Angst und Absurdität irrt die Hauptfigur zwischen Leben und Tod, Gut und Böse umher, auf der Suche nach Sinn in ein
Der Roman Gullo Gullo von einem der berühmtesten jugoslawischen Schriftsteller, Miodrag Bulatović, erschien 1970 und stellt den Höhepunkt seines Schaffens dar. In dieser Welt verschmilzt Wahnsinn, Magie und brutale Realität zu einer eindringlichen Allegorie des menschlichen Bösen. Der Titel des Romans, abgeleitet von der Lautmalerei von Schreien und Tierlauten, symbolisiert den Urschrei eines Menschen, dem Vernunft, Sinn und Seele geraubt wurden.
Im Zentrum der Geschichte steht eine Reihe von Figuren – Krieger, Verlierer, Kriminelle und Fanatiker –, die sich durch eine apokalyptische, traumartige Landschaft bewegen. Anhand ihrer Schicksale zeigt Bulatović die Entmenschlichung und den moralischen Verfall einer Welt, in der Wahnsinn und Gewalt zum Alltag gehören. Der Autor schafft eine Atmosphäre starker Symbolik und des Grotesken, in der sich Realität und Fantasie, Heiliges und Dämonisches vermischen.
Zu den Themen des Romans gehören die Absurdität des Krieges, kollektiver Wahnsinn, religiöse und ideologische Blindheit sowie die Sinnlosigkeit menschlichen Leidens. Bulatovićs Ausdruck ist explosiv und bildhaft, voller Metaphern, brutaler Bilder und eines an ein mündlich überliefertes Epos erinnernden Rhythmus. Seine Figuren sind keine realistisch dargestellten Menschen mehr, sondern Archetypen – Träger des Bösen, der Angst oder der Reue.
Gullo Gullo schließt die Trilogie ab, die mit den Romanen Die Teufel kommen und Der Reiter der Reiter begann und in der Bulatović seine Poetik des Grotesken und der existenziellen Angst bis zum Äußersten treibt. Das Werk bleibt eine kraftvolle literarische Vision vom Untergang der Menschheit und von einem Mann, der, seinem eigenen dämonischen Antlitz gegenüberstehend, den letzten Schrei der Zivilisation ausstößt.
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