
Bebit
Babbitt (1922) ist ein satirischer Roman von Sinclair Lewis, der das Leben von George F. Babbitt, einem typischen amerikanischen Bürger, schildert – einem erfolgreichen Immobilienmakler, der in der Konformität, dem Materialismus und der falschen Moral der
Babbitt ist eines der wichtigsten Werke von Sinclair Lewis und ein Klassiker der amerikanischen Satire des 20. Jahrhunderts. Der Roman brachte Lewis weltweiten Ruhm und beeinflusste maßgeblich seinen späteren Nobelpreis im Jahr 1930.
Die Hauptfigur, George F. Babbitt, ist ein vierzigjähriger Immobilienmakler aus der fiktiven Stadt Zenith im amerikanischen Mittleren Westen. Lewis porträtiert ihn meisterhaft als Symbolfigur der amerikanischen Mittelschicht – einen Mann, der nach den strengen Regeln der „guten Gesellschaft“ lebt: Er muss das richtige Haus, das richtige Auto, die richtigen Freunde haben, den richtigen Clubs angehören und die „richtigen“ Meinungen vertreten. Babbitt ist durch und durch Konformist – er preist Unternehmergeist, Fortschritt und Demokratie, während er gleichzeitig Kunst, Intellektuelle und alles, was von der Norm abweicht, verachtet.
Der Roman begleitet Babbitt ein Jahr lang: seinen Alltag, seine familiären Beziehungen, seine geschäftlichen Ambitionen, eine kurzzeitige Rebellion gegen das System und seine letztendliche Rückkehr in die Sicherheit der Konformität. Lewis persifliert auf brillante Weise den amerikanischen Lebensstil – den übertriebenen Lobgesang auf die eigene Stadt, die Rotary-Club-Kultur, die Werbung, die falsche religiöse Moral und den oberflächlichen Optimismus.
Die besondere Stärke des Romans liegt in seiner Sprache. Lewis schuf ein ganzes „Babbitt-artiges“ Vokabular an Redewendungen und Klischees, die Teil der amerikanischen Kultur geworden sind. Das Wort „Babbitt“ ist im Englischen zum Synonym für einen engstirnigen, materialistischen und konformistischen Bürger geworden.
Der Stil ist scharf, satirisch und äußerst präzise, doch Lewis zeigt dennoch eine gewisse Sympathie für seinen Helden – Babbitt ist nicht böse, er ist nur ein Gefangener des Systems, das er selbst mit aufrechterhält. Der Roman ist eine kraftvolle Kritik am amerikanischen Traum, am Konsumismus und am Verlust der Individualität in der Massengesellschaft.
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